Coronavirus - Empfehlungen zum Umgang mit dem Corona-Virus (COVID 19)

Auf dieser Seite finden Sie, die vertragszahnärztlichen Praxen in Sachsen-Anhalt, eine Zusammenstellung von Informationen im Umgang mit dem Coronavirus, Verweise zu aktuellen Regelungen auf Bundes- und Landesebene sowie Hinweise für die Bewältigung des Praxisalltags.

Corona-Hotline der KZV Sachsen-Anhalt

Für sämtliche Fragen, die sich aktuell aus der Corona-Pandemie ergeben, steht unsere Corona-Hotline den Vertragszahnärztinnen und Vertragszahnärzten Sachsen-Anhalts telefonisch und per E-Mail zur Verfügung. Sie erreichen uns zu unseren Geschäftszeiten von Montag bis Donnerstag von 8:00 bis 16:00 Uhr und am Freitag von 8:00 bis 12:00 Uhr.

Telefon 0391 6293-001
E-Mail corona@kzv-lsa.de

 

Abrechnung von Corona-Tests

KZV-Mitglieder können entstandene Sachkosten und ggf. erbrachten ärztlichen Leistungen im Zusammenhang mit der Testung asymptomatischer Personen gemäß Coronavirus-Testverordnung über unsere Online-Formulare abrechnen.

Online-Formular zur Abrechnung von Sachkosten/Leistungen gemäß TestV

Verlängerung der Testverordnung in Kraft getreten // weiterhin Refinanzierung der Corona-Tests

Mit der zweiten Verordnung zur Änderung der Coronavirus-Testverordnung (Inkrafttreten: 31.03.2022) ist die Corona-Testverordnung bis 30. Juni 2022 verlängert worden. Dies bedeutet, dass Tests (Mitarbeiter- und Bürgertestungen) weiterhin über die KZV abgerechnet werden können. Die Modalitäten hinsichtlich der Mitarbeitertestungen haben sich nicht geändert.

Informationen für die Zahnarztpraxis

Nachfolgend finden Sie alle Informationen, die im Praxisalltag wichtig sind.

Einrichtungsbezogene Impflicht

Ab dem 16. März 2022 gilt in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen eine einrichtungsbezogene Impfpflicht.

Schreiben von KZV und ZÄK Sachsen-Anhalt zur einrichtungsbezogenen Impflicht

Internetseite des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

Auf der Internetseite des Ministeriums finden Sie weitere Informationen zum Vollzug der einrichtungsbezogenen Imfppflicht, unter anderem den Link zur Meldung nach § 20a Infektionsschutzgesetz an Gesundheitsämter.

BZÄK-Information Impfpflicht in der Zahnarztpraxis

SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard in Zahnarztpraxen

Mit Ablauf des 19. März 2022 sind die bisherigen Testverpflichtungen für das Praxispersonal und Besucher in der Zahnarztpraxis weggefallen. Eine bundesrechtliche Verpflichtung zur Testung des Praxispersonals bzw. von Besuchern in der Zahnarztpraxis, wie sie § 28b Absatz 2 IfSG in alter Fassung vorgesehen hatte, ist nunmehr nicht mehr vorgesehen.

Gleichwohl haben die Bundesländer unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, eine Vorlagepflicht für Impf-, Genesenen-, oder Testnachweise auch für Zahnarztpraxen vorzugeben. Ob und wenn ja, wie davon regional Gebrauch gemacht werden wird, hängt u.a. von den relevanten Zahlen des Infektionsgeschehens vor Ort ab.

Mehr Infos finden Sie auf der Internetseite der BZÄK.

SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für ärztliche und zahnärztliche Praxen

Der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für ärztliche und zahnärztliche Praxen wurde überarbeitet und an aktuelle gesetzliche Vorgaben angepasst.

Corona-Testangebot an Beschäftigte

Nach ANgaben der BGW hat der Arbeitgeber bzw. die Arbeitgeberin nach §2(3) SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung - abhängig vom regionalem Infektionsgeschehen sowie von den tätigkeitsspezifischen Infektionsgefahren - zu prüfen, ob den Beschäftigen weiterhin ein Testangebot unterbreitet werden muss.

Das Testangebot erfolgt an Beschäftigte, die nicht ausschließlich in ihrer Wohnung arbeiten, mindestens einmal wöchentlich. Die Kosten hierfür trägt der Arbeitgeber bzw. die Arbeitgeberin. Für die Testbeschaffung sind die Unternehmen selbst verantwortlich.

Mehr Infos finden Sie auf der Internetseite der BGW.

FAQ zur Corona-Impflicht in Zahnarztpraxen (BZÄK, Stand: 26.01.2022)

Am 12. Dezember 2021 ist mit dem neuen Infektionsschutzgesetz die Impfpflicht für das zahnärztliche Praxispersonal in Kraft getreten. Die Impfpflicht soll vorerst bis zum 31. Dezember 2022 gelten. Die BZÄK hat Fragen und Antworten in diesem Zusammenhang in einem FAQ zusammengestellt. Das FAQ wird fortlaufend erweitert.

Corona-Testungen durch Vertragszahnärzte
Corona-Schnelltests beim eigenen asymptomatischen Praxispersonal

Vertragszahnärztinnen und -zahnärzten ist es auf Grundlage der Coronavirus-Testverordnung (TestV) erlaubt, PoC-Antigen-Tests beim eigenen Praxispersonal durchzuführen. Weiterhin sind (seit 1. Juli 2021) auch Antigen-Tests zur Eigenanwendung (mit und ohne Überwachung) abrechnungsfähig sind. Voraussetzung ist, dass die zu testende Person asymptomatisch ist.

Die entstandenen Sachkosten werden für ab dem 1. Juli 2021 durchgeführte Testungen mit einer Pauschale in Höhe von 3,50 EUR pro beschafftem und durchgeführtem Test erstattet (bzw. vom 01.12.2021 bis 31.01.2022 4,50 €). Es können maximal 10 Tests pro Monat und in der Praxis tätiger Person zur Erstattung gebracht werden.

Refinanziert werden nur selbst beschaffte und genutzte PoC-Antigen-Schnelltests bzw. Selbsttests, die zum Zeitpunkt der Bestellung online beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in der Liste der erstattungsfähigen Antigen-Schnelltests aufgeführt sind.

Zu den in der Zahnarztpraxis Tätigen lassen sich laut KZBV und BZÄK neben dem Praxispersonal auch freie Mitarbeiter:innen oder externe Dienstleister:innen (bspw. Reinigungskräfte) zählen, die sich regelmäßig in der Praxis aufhalten. PCR-Tests dürfen nur durch die zuständigen Stellen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes und deren Testzentren sowie durch den ÖGD beauftragte Dritte, Arztpraxen und die von den Kassenärztlichen Vereinigungen betriebenen Testzentren durchgeführt werden.

 

Corona-Tests bei weiteren asymptomatischen Personen ("Bürgertestungen")

Mit der Neufassung der Coronavirus-Testverordnung zum 1. Juli 2021 wurden Zahnarztpraxen in den Kreis der berechtigen Leistungserbringer aufgenommen. Formal benötigt es damit keiner Beauftragung durch den Öffentlichen Gesundheitsdienst mehr, um auch asymptomatischen Personen, die nicht zur Gruppe der in der Praxis Tätigen zählen, auf Grundlage der Coronavirus-Testverordnung ein Testangebot zu machen (Testanlässe siehe §§ 2 bis 4b TestV).

Gleichwohl besteht keine Verpflichtung der Zahnarztpraxen, anderen Personen als den in der Praxis Tätigen Corona-Testungen anzubieten.

 

Abrechnung der Corona-Testungen

Die Beantragung der Refinanzierung von Corona-Tests (Sachkosten bei Mitarbeitertestung, Sachkosten und ärztliche Leistungen bei Testung weiterer Personen im Rahmen der aktuellen TestV) können Vertragszahnärztinnen und Vertragszahnärzte direkt über ein Online-Formular der KZV vornehmen.

Online-Formular zur Abrechnung von Sachkosten/Leistungen gemäß TestV

 

Weitere Informationen

Ausführliche Informationen zur Corona-Testung in Zahnarztpraxen finden Sie in unseren Rundbriefen 10/2021 und 08/2021 sowie in der Rundmail vom 6. Juli 2021 (Dokumente im geschützten Mitgliederbereich).

Wir bitten auch um entsprechende Beachtung der Informationen der KZBV und der Empfehlungen der Bundeszahnärztekammer.

Beachten Sie bitte auch, dass für die Durchführung Corona-PoC-Schnelltests bei Patientinnen und Patienten (sog. Bürgertestungen) bestimmte Voraussetzung in der Praxis zwingend gegeben sein müssen. Entsprechende Hinweise zu Vorbereitung, Durchführung, Nachbereitung und Schutzausrüstung finden Sie auf der Webseite der KBV.

 

TestV in chronologischer Übersicht
Empfehlungen zum Umgang mit Patienten

Um einer Weiterverbreitung des Virus entgegen zu wirken, sollten alle Patienten durch geeignete Maßnahmen (z.B. Homepage, Aushänge an und in der Praxis) informiert werden, dass sie sich bei Atemwegsinfektionen, die im Zusammenhang mit einem Aufenthalt in Risikogebieten oder Kontakt mit SARS-CoV-2-Infizierten stehen, zuerst telefonisch mit der Praxis in Verbindung setzen.

Es empfiehlt sich ebenso, die Patienten bereits vor dem Betreten der Praxis um ihre Mithilfe zum Schutz vor der Ausbreitung des Coronavirus zu bitten. Dafür können Sie folgendes Hinweisplakat nutzen:

Hinweisplakat für Patienten am Praxiseingang

 

Umgang mit Patienten, bei denen ein Infektionsverdacht besteht

Neben den Standard-Hygienemaßnahmen empfehlen wir folgenden Umgang mit Patienten, die unter dem Verdacht einer Erkrankung mit Covid 19 stehen, weil

  • sie Kontakt zu Erkrankten hatten
  • aus einem Hochrisikogebiet zurückgekehrt sind oder
  • typische Symptome (Husten, Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, Atembeschwerden und Luftnot, Müdigkeit, Appetitlosigkeit)

aufweisen:

Behandlungsoptionen (Infografik)

Die Behandlung von Patienten, die bereits Symptome einer akuten respiratorischen Erkrankung der unteren Atemwege (Husten, Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, Atembeschwerden und Luftnot, Müdigkeit, Appetitlosigkeit) zeigen, sollte auf die Zeit nach Ende der Erkrankung verschoben werden, sofern es sich nicht um Notfälle handelt.

Diese Patienten sind zur Sicherung der Diagnose an den Hausarzt bzw. den kassenärztlichen Notdienst unter Tel. 116117 zu verweisen.

Wenn sich eine Patientin oder ein Patient nach einer Behandlung (<14 Tage) mit einem positiven Testergebnis bei Ihnen meldet, kontaktieren Sie bitte Ihr zuständiges Gesundheitsamt. Das Gesundheitsamt hat dann über die notwendigen Schritte und ggfs. über eine Praxisschließung zu entscheiden.

RKI: Gesundheitsämter nach Ort und Postleitzahl

 
Notfallbehandlung von Personen in Quarantäne oder mit bestätigter SARS-CoV-2-Infektion

Aktuell steigen die Infektionszahlen aufgrund von Omikron im Land exponentiell an und damit steigt auch das Risiko einer Überlastung der Schwerpunktpraxen und Behandlungszentren. Um dies zu vermeiden und um die Versorgung aller Patienten auch bei steigenden Corona-Fällen sicherstellen zu können, bitten wir alle Praxen, die Behandlung von Personen in Quarantäne oder mit bestätigter SARS-CoV-2-Infektion den eigenen Möglichkeiten entsprechend aufrechtzuerhalten.

Um Orientierung dabei zu bieten, auf welche Weise Patientinnen und Patienten unter welchen Umständen behandelt werden sollten, haben wir Ihnen das „Ablauf- und Überweisungsschema zur Behandlung oder Überweisung von Personen in Quarantäne oder mit bestätigter SARS-CoV-2-Infektion“ erstellt.

Sofern möglich sollen alle zahnärztlichen Behandlungen bei symptomatischen Patienten (Verdachtsfälle) oder bestätigten COVID-19 Patienten auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.

In den Fällen, bei denen ein sofortiger Behandlungsbedarf besteht und eine Überweisung zu einer entfernten Schwerpunktpraxis nicht zumutbar ist, sollte die Behandlung auch von Personen in Quarantäne oder mit bestätigter SARS-CoV-2-Infektion in der eigenen Praxis erfolgen (siehe hierzu auch die Stellungnahme der DGZMK S1-Leitlinie, Stand: März 2021, gültig bis März 2022). Dabei ist auf die Einhaltung erweiterter Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen sowie auf die räumlich/organisatorische Trennung von asymptomatischen Patienten zu achten.

Mit den Behandlungszentren wurde vereinbart, dass dort eine zahnärztliche Notfallbehandlung nur bei dringend erforderlichen oral-/ kieferchirurgische Behandlungen (z. B. bei Kieferfraktur, Abszess oder Nachblutung) und ausschließlich nach Vermittlung durch die Hauszahnärztin oder den Hauszahnarzt erfolgt. Die Information, welche Klinik oder Schwerpunktpraxis die zahnärztliche Notfallbehandlung übernehmen kann, erhalten Sie durch den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Tel. 116117).

Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang auch die Überweisungsrichtlinien der Universitätsklinik Magdeburg und des AMEOS Klinikums Halberstadt:

Zahnmedizinische Behandlungszentren für Notfallbehandlungen von corona-infizierten Patienten und Personen in Quarantäne
Notfallbehandlung von Personen in Quarantäne oder mit bestätigter SARS-CoV-2-Infektion

Aktuell steigen die Infektionszahlen aufgrund von Omikron im Land exponentiell an und damit steigt auch das Risiko einer Überlastung der Schwerpunktpraxen und Behandlungszentren. Um dies zu vermeiden und um die Versorgung aller Patienten auch bei steigenden Corona-Fällen sicherstellen zu können, bitten wir alle Praxen, die Behandlung von Personen in Quarantäne oder mit bestätigter SARS-CoV-2-Infektion den eigenen Möglichkeiten entsprechend aufrechtzuerhalten.

Um Orientierung dabei zu bieten, auf welche Weise Patientinnen und Patienten unter welchen Umständen behandelt werden sollten, haben wir Ihnen das „Ablauf- und Überweisungsschema zur Behandlung oder Überweisung von Personen in Quarantäne oder mit bestätigter SARS-CoV-2-Infektion“ erstellt.

Sofern möglich sollen alle zahnärztlichen Behandlungen bei symptomatischen Patienten (Verdachtsfälle) oder bestätigten COVID-19 Patienten auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.

In den Fällen, bei denen ein sofortiger Behandlungsbedarf besteht und eine Überweisung zu einer entfernten Schwerpunktpraxis nicht zumutbar ist, sollte die Behandlung auch von Personen in Quarantäne oder mit bestätigter SARS-CoV-2-Infektion in der eigenen Praxis erfolgen (siehe hierzu auch die Stellungnahme der DGZMK S1-Leitlinie, Stand: März 2021, gültig bis März 2022). Dabei ist auf die Einhaltung erweiterter Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen sowie auf die räumlich/organisatorische Trennung von asymptomatischen Patienten zu achten.

Mit den Behandlungszentren wurde vereinbart, dass dort eine zahnärztliche Notfallbehandlung nur bei dringend erforderlichen oral-/ kieferchirurgische Behandlungen (z. B. bei Kieferfraktur, Abszess oder Nachblutung) und ausschließlich nach Vermittlung durch die Hauszahnärztin oder den Hauszahnarzt erfolgt. Die Information, welche Klinik oder Schwerpunktpraxis die zahnärztliche Notfallbehandlung übernehmen kann, erhalten Sie durch den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Tel. 116117).

Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang auch die Überweisungsrichtlinien der Universitätsklinik Magdeburg und des AMEOS Klinikums Halberstadt:

Risikomanagement bei Notfallbehandlungen

Bei Notfallbehandlungen beachten Sie bitte:

  • Räumliche oder organisatorische Trennung der an COVID-19 erkrankten Patienten von den Patienten der Normalsprechstunde
  • Persönliche Schutzausrüstung für das Personal (Schutzbrille/Gesichtsschutzschirm, Atemschutzmaske der Klasse FFP-2 oder FFP-3, hygienische Händedesinfektion, Einmalhandschuhe, langärmliger, flüssigkeitsabweisender Schutzkittel, vorzugsweise Kopfhaube und Füßlinge; für Reinigungsarbeiten Schutzhandschuhe nach DIN EN 374 mit längeren Stulpen)
  • Patienten nach Betreten der Praxis für die Wartezeit Mund-Nasen-Schutz aushändigen und zum Tragen anhalten.
  • Patienten anhalten, vor Verlassen des Sprechzimmers die Hände zu desinfizieren.
  • Schutzkleidung nach Beendigung der Behandlung kontaminationsfrei ablegen.

Hier finden Sie weitere Informationen:

Corona-Infektion: wie geht es weiter?

Bei Ihnen wurde eine Corona-Infektion durch einen positiven PCR-Test nachgewiesen? Auf der Internetseite www.infektionsschutz.de erhalten Sie Informationen über die dann erforderlichen Maßnahmen wie Isolierung für Sie sowie Quarantäne für Ihre Kontaktpersonen sowie wichtige Verhaltens- und Hygienetipps. Infektionsschutz.de ist ein Informationsangebot der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) mit verlässlichen, fachlich fundierten und aktuellen Informationen.

Sonderregelungen für die Verordnung von Heilmitteln und Krankentransportleistungen

Aufgrund des bundesweit steigenden Infektionsgeschehens hat der G-BA mit Wirkung zum November 2020 zeitlich befristete bundesweite Sonderregelungen zur Verordnung von Heilmitteln und Krankentransportleistungen aktiviert.

Für den vertragszahnärztlichen Bereich gelten weiterhin folgende befristete Regelungen (verlängert mit Beschluss vom 02.12.2021):

  • Zahnärztinnen und Zahnärzte können Folgeverordnungen und Verordnungen außerhalb des Regelfalls auch nach telefonischer Anamnese ausstellen (bis 31. März 2022 verlängert).
  • Verordnungen behalten ihre Gültigkeit, auch wenn die Behandlung länger als 14 Kalendertage unterbrochen wird (bis 31. März 2022 verlängert).
  • Sprech-, Sprach- und Schlucktherapie können unter datenschutzkonformer Anwendung und mit Einwilligung des Patienten auch als Videobehandlung erbracht werden (bis 31. März 2022 verlängert).
  • Krankentransportfahrten von an COVID-19-erkrankten Personen sowie und Personen unter behördlich angeordneter Quarantäne zu nicht aufschiebbaren zwingend notwendigen ambulanten vertragszahnärztlichen Behandlungen bedürfen vorübergehend keiner vorherigen Genehmigung durch die Krankenkasse
  • (gilt solange der Deutsche Bundestag eine epidemische Lage von nationaler Tragweite festgestellt hat; derzeit bis zum 25. November 2021). Verordnungen für Krankentransporte und Krankenfahrten können auch nach vorheriger telefonischer Anamnese ausgestellt werden (bis 31. März 2022 verlängert).

 

Aktuelle Übersicht des G-BA:

Befristete Sonderregelungen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie

Musterdokumente zum Download

Bescheinigung über das Vorliegen eines negativen PoC-Antigen-Tests (Schnelltest) für Beschäftigte

Zahnärzte sind gemäß geltender Coronavirus-Testverordnung ermächtigt, bei in der Praxis tätigen Personen PoC-Antigentests (Schnelltests) durchzuführen. Ein Muster für eine Bestätigung des negativen Testergebnisses steht Ihnen hier zur Verfügung. Achtung: Ein positives Testergebnis muss durch einen PCR-Test unter ärztlicher Aufsicht bestätigt werden!

 

Berechtigungsschein zum Zwecke der Berufsausübung

Für den Fall, dass die politischen Verantwortlichen Einschränkungen des Bewegungsradius oder Ausgangssperren aussprechen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, werden die Praxismitarbeiterinnen und -mitarbeiter unter Umständen einen Berechtigungsschein zum Zwecke der Berufsausübung benötigen. Wir haben vorsorglich ein Muster für die Praxen erstellt.

 

Ablaufschema zur Überweisung in Schwerpunktpraxen und Notfallkliniken

Die zahnmedizinische Notfallbehandlung von Personen in Quarantäne oder mit bestätigter SARS-CoV-2-Infektion erfolgt in speziell ausgestatteten Kliniken und Schwerpunktpraxen. Es wurde vereinbart, dass die Notfallbehandlung von infizierten oder unter Quarantäne stehenden Patientinnen und Patienten in den Schwerpunktpraxen und den Kliniken ausschließlich durch Vermittlung der Hauszahnärztin oder des Hauszahnarztes erfolgt, da die entsprechende Einzelfallentscheidung eine genaue Kenntnis des Patienten und der Behandlungssituation voraussetzt. Die Information, welche Klinik oder Schwerpunktpraxis die zahnärztliche Notfallbehandlung übernehmen kann, erhalten Sie durch den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Tel. 116117). Um Ihnen den Entscheidungs- und Überweisungsprozess weitestgehend zu vereinfachen, stellen wir Ihnen ein Ablaufschema zur Verfügung.

Meldung an Zulassungsstelle bei Quarantäne oder notwendiger Praxisschließung

Sollten Sie aufgrund einer Quarantäne oder anderer Umstände Ihre Praxis vorübergehend schließen müssen, bitten wir Sie um eine kurzfristige, formlose Meldung an die Zulassungsstelle (0391 6293-272) der KZV.

Informationen zu Fragen des Arbeitsrechts und des Arbeitsschutzes (Stand: 13.12.2021)

SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für ärztliche und zahnärztliche Praxen

Die Corona-Pandemie erfordert spezielle Schutzmaßnahmen für das sichere Arbeiten in ärztlichen und zahnärztlichen Praxen. Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) hat den branchenspezifischen SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für ärztliche und zahnärztliche Praxen an die aktuelle SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung (ArbSchV) angepasst.

Ergänzend – oder über die BGW-Standards hinausgehend – gibt es rechtliche Vorgaben, beispielsweise von Bundesländern oder Bund, die einzuhalten sind.

Der Arbeitsschutzstandard der BGW bietet eine branchenspezifische Hilfestellung für Unternehmerinnen und Unternehmer zur Erfüllung von Arbeitsschutzpflichten in Hinblick auf das Coronavirus. Die aktuelle Version (Stand: 13.12.2021) ist unter www.bgw-online.de/corona-schutz-zahnmed zu finden. Die „Ergänzende Regelung zum Atemschutz“ gilt als zusätzliches Dokument zum aktualisierten branchenbezogenen SARS-CoV-2 Arbeitsschutzstandard aufgrund der derzeitigen kritischen Situation.

Verdienstausfall

Wer aus infektionssschutzrechtlichen Gründen durch das Gesundheitsamt unter Quarantäne gestellt wird und dadurch einen Verdienstausfall erleidet, kann mitunter eine Entschädigung beantragen. Das Bundesgesundheitsministerium führt Fragen und Antworten zu den Entschädigungsansprüchen nach §56 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) auf:

Weitere Informationsquellen

Aktuelle Risikobewertung des RKI

Fallzahlen in Deutschland sind auf dem RKI Dashboard online unter https://corona.rki.de bis auf Landkreisebene abrufbar.

Corona-Warn-App

Informationen zur Corona-Warn-App in verschiedenen Sprachen sowie die Download-Links finden Sie auf der Themenseite der Bundesregierung unter www.corona-warn-app.de

Weitere Informationsquellen

Nutzen Sie auch folgende Informationsplattformen, um sich über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten:

Informationen zum Corona-Virus aus den Kreisfreien Städten und den Landkreisen Sachsen-Anhalts:

Rundschreiben und Rundmails

Die Rundschreiben und Rundmails, mit den Empfehlungen zum Umgang mit dem Coronavirus, finden Sie hier (im geschützten Mitgliederbereich).